Bundesland Sachsen
Jägerprüfung Sachsen: Ablauf, Computerprüfung und Anmeldung
Sachsen setzt auf eine schriftliche Prüfung am Computer und klare Bestehensgrenzen. Einen öffentlichen Fragenkatalog zum Herunterladen gibt es nicht – dafür einen amtlichen Online-Übungstest.
Redaktion Jagdschein-Erfolg · Stand: 21. Oktober 2026 · 6 Minuten Lesezeit

Kurz beantwortet
Die Jägerprüfung in Sachsen besteht aus Schießprüfung, schriftlichem Teil am Computer und mündlich-praktischem Teil. Zuständig sind die unteren Jagdbehörden der Landkreise. Die Anmeldung muss sechs Wochen vor dem schriftlichen Termin vorliegen; die Gebühr beträgt 150 bis 200 Euro.
Zuständig sind die Landkreise
Die Prüfung organisieren die unteren Jagdbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte. Die oberste Jagdbehörde ist das Sächsische Ministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. Es legt das Datum der schriftlichen Prüfung landesweit fest.
Die Termine je Kreis mit Ansprechpartnern veröffentlicht das Ministerium als Übersicht. Dort siehst du auch, in welchem Kreis gerade keine Prüfung angeboten wird.
Schriftliche Prüfung am Computer
Der schriftliche Teil läuft elektronisch am Computer und dauert zwei Stunden. Geprüft werden vier Fächer: Tierarten, Hege und Jagdbetrieb einschließlich Fallenjagd; Waffen; Jagdhunde und Wildhygiene; sowie Recht.
Die Bestehensgrenzen unterscheiden sich nach Fach: In Waffen und Recht brauchst du mindestens 75 Prozent, in den anderen Fächern mindestens 60 Prozent. Die genaue Zahl der Fragen steht nicht in der Verordnung.
Kein Download, aber ein amtlicher Übungstest
Der Fragenkatalog wird bei der obersten Jagdbehörde geführt, aber nicht öffentlich zum Herunterladen bereitgestellt. Dafür gibt es eine amtliche Online-Testprüfung mit Zufallsfragen aus dem offiziellen Katalog – ein realistischer Einblick in Art und Niveau der Fragen.
Nutze diesen Übungstest regelmäßig, um deinen Stand zu prüfen. Ergänze ihn durch das freie Erklären von Zusammenhängen, denn im mündlichen Teil gibt es keine Antwortvorgaben.
Schießprüfung und mündlich-praktischer Teil
Die Schießprüfung umfasst den Rehbock auf 100 Meter mit mindestens drei Treffern, den laufenden Keiler auf 50 Meter mit mindestens zwei Treffern, den Kipphasen mit mindestens drei von fünf und Trap mit mindestens vier von 15 Wurftauben.
Im mündlichen Teil hast du je Fach höchstens zehn Minuten Zeit, und jedes Fach muss mindestens mit ‚ausreichend‘ bewertet werden. Die Reihenfolge der Prüfungsteile ist Schießen, schriftlich, mündlich-praktisch.
Anmeldung: sechs Wochen vorher
Der schriftliche Antrag muss spätestens sechs Wochen vor dem schriftlichen Termin bei der unteren Jagdbehörde vorliegen. Beizufügen sind der Ausbildungsnachweis und ein Führungszeugnis. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre und 6 Monate zum Meldeschluss.
Eine Pflichtausbildung von mindestens 120 Stunden ist Voraussetzung; die anerkannten Ausbildungsstätten sind in einer Liste des Ministeriums veröffentlicht. Die Gebühr beträgt nach der Verordnung 150 bis 200 Euro. Es gibt zwei Prüfungstermine pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst.
So ordnest du deine Vorbereitung
Beginne mit den Unterlagen deiner Ausbildungsstätte und dem amtlichen Online-Übungstest. Weil Waffen und Recht mit 75 Prozent die höchste Hürde haben, verdiene diese Fächer besondere Aufmerksamkeit.
Jagdschein-Erfolg kann dich ergänzend beim freien Beantworten von Prüferfragen und beim Wiederholen offener Themen unterstützen. Die verbindlichen Regeln findest du bei deiner Jagdbehörde.
Quellen und Einordnung
Amtliche Anforderungen ergeben sich aus den jeweils gültigen Vorschriften. Unsere Hinweise zum Lernen sind redaktionelle Empfehlungen, keine amtlichen Prüfungsfragen oder Bestehenszusagen. Prüfe vor Kursbuchung und Prüfung die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.