Bundesland Bremen
Jägerprüfung Bremen: Ablauf, sieben Fachgebiete und die Jahresfrist
Bremen prüft nur einmal im Jahr – und die Anmeldung muss bereits bis zum 31. Dezember des Vorjahres eingegangen sein. Frühe Planung ist hier Pflicht.
Redaktion Jagdschein-Erfolg · Stand: 21. Oktober 2026 · 6 Minuten Lesezeit

Kurz beantwortet
Die Jägerprüfung in Bremen besteht aus jagdlichem Schießen, schriftlichem, praktischem und mündlichem Teil in sieben Fachgebieten. Sie findet einmal im Jahr statt; die Anmeldung muss bis zum 31. Dezember vor dem Prüfungsjahr bei der Jagdbehörde vorliegen.
Zuständig ist die Jagdbehörde
In der Stadt Bremen führt das Ordnungsamt, Referat Waffen- und Jagdangelegenheiten, die Jägerprüfung durch. Den Vorsitz im Prüfungsausschuss hat der Stadtjägermeister. Bremerhaven kann seine Prüflinge in Bremen prüfen lassen, wenn es weniger als fünf Anträge gibt.
Bremen ist ein kleines Prüfungsland: 2024 gab es nach Angaben des Deutschen Jagdverbands 15 Prüfungen. Entsprechend wichtig ist der eine jährliche Termin.
Sieben Fachgebiete in allen Prüfungsteilen
Alle Prüfungsteile decken sieben Fachgebiete ab: Wildtiere, Jagdwaffen, Fallenjagd, Naturschutz und Hege, Jagdbetrieb, Behandlung des erlegten Wildes sowie Jagdrecht. Bremen hat damit eines der breitesten Fächerkanons in Deutschland.
Der schriftliche Teil umfasst 20 Fragen je Fachgebiet, also 140 Fragen in dreieinhalb Stunden. Bewertet wird mit zwei, einem oder null Punkten; ‚ausreichend‘ liegt bei 20 bis 25 von 40 Punkten.
Praktischer und mündlicher Teil
Bremen kennt neben dem schriftlichen und mündlichen Teil einen eigenen praktischen Teil im Revier mit 20 Fragen je Fachgebiet – bei Jagdwaffen 30. Im mündlichen Teil sind es zehn Fragen je Fachgebiet in höchstens zehn Minuten.
Nicht bestanden hast du unter anderem, wenn die Gesamtnote in Wildtiere, Jagdwaffen oder Fallenjagd schlechter als 4 ist oder der Durchschnitt schlechter als 4 ausfällt. Das freie Erklären und das Anwenden im Revier solltest du deshalb gezielt üben.
Jagdliches Schießen
Die Schießprüfung umfasst die Büchse mit fünf Schuss auf den Rehbock auf 100 Meter, sitzend aufgelegt, mit mindestens 40 Ringen. Mit der Flinte sind 15 Ziele zu schießen: mindestens fünf Treffer auf Wurftauben oder acht auf Kipp- beziehungsweise Rollhasen.
Einen öffentlichen Fragenkatalog gibt es in Bremen nicht: Der Ausschussvorsitz stellt die Fragebögen mit Musterlösung selbst zusammen.
Anmeldung: bis 31. Dezember des Vorjahres
Der Antrag muss bis zum 31. Dezember vor dem Prüfungsjahr bei der Jagdbehörde vorliegen. Beizufügen sind unter anderem ein Lebenslauf, ein Führungszeugnis, das höchstens sechs Monate alt ist, die Haftpflichtversicherung, der Gebührennachweis und der Nachweis eines Lehrgangs der Landesjägerschaft oder eines vergleichbaren Lehrgangs.
Der Hauptwohnsitz muss grundsätzlich im Gebiet der Jagdbehörde liegen. Die Prüfung findet einmal im Jahr statt, laut Landesjägerschaft Ende März oder Anfang April nach dem Lehrgang, der im September beginnt. Die Landesjägerschaft nennt eine Gebühr von 250 Euro.
So ordnest du deine Vorbereitung
Wegen der Jahresfrist und des einen Termins solltest du deine Planung früh mit der Landesjägerschaft abstimmen. Der Lehrgang ist Pflicht und gibt dir den fachlichen Rahmen für alle sieben Fachgebiete.
Ergänze die Ausbildung durch freies Erklären und gezieltes Wiederholen – Jagdschein-Erfolg kann dich dabei unterstützen. Verbindliche Angaben findest du bei der Jagdbehörde und der Landesjägerschaft Bremen.
Quellen und Einordnung
Amtliche Anforderungen ergeben sich aus den jeweils gültigen Vorschriften. Unsere Hinweise zum Lernen sind redaktionelle Empfehlungen, keine amtlichen Prüfungsfragen oder Bestehenszusagen. Prüfe vor Kursbuchung und Prüfung die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.